Freitag, 14. Juni 2013

Für den Erhalt der Grazer Univ. Klinik für Med. Psychologie und Psychotherapie


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Fortbildungsreihe Jungen als Bildungsverlierer?


Jungen als Bildungsverlierer?

Werden Buben/Burschen in der Schule benachteiligt? Sind sie die neuen Bildungsverlierer? Diese Fragen werden in Presse, Politik und Pädagogik intensiv diskutiert und unterschiedlich beantwortet. In dieser Vortragsreihe sollen interessierte Fachpersonen der Bildungs- und Sozialarbeit dabei unterstützt werden, sich kritisch mit der Debatte um schulische Bubenbenachteiligung auseinanderzusetzen und konkrete Strategien für das eigene pädagogische Handeln zu entwickeln. Expertisen der kritischen Männlichkeitsforschung bilden das Fundament für die theoretischen sowie methodischen Zugänge, die in der Fortbildung vermittelt werden sollen. An drei Terminen wird das Thema aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchtet.

Meinungen, Mythen und Fakten über schulische Bubenbenachteiligung

Vortrag & Diskussion

Di, 28. Mai 2013, 17:00 – 20:00

Ort: Karmeliterhof, Karmeliterplatz 2, 8010 Graz
Keine Anmeldung erforderlich, die Teilnahme ist kostenlos.

Was ist dran, an der These über die Benachteiligung der Buben/Burschen in der Schule? In dieser Veranstaltung werden die gängigsten Argumente herausgearbeitet und vor dem Hintergrund neuer empirischer Forschung diskutiert. Dabei zeigt sich, dass einige der Argumente zu hinterfragen sind und außerdem Probleme bestehen, die im gängigen Diskurs ausgeblendet werden.

Methoden der geschlechterreflektierenden pädagogischen Arbeit mit Burschen

Workshop

Do, 13. Juni 2013, 17:00 – 20:00

Ort: Karmeliterhof, Karmeliterplatz 2, 8010 Graz
Anmeldung: unterweger@maennerberatung.at, die Teilnahme ist kostenlos.

In dieser Veranstaltung werden konkrete Strategien für eine emanzipatorische pädagogische Arbeit mit Buben/Burschen präsentiert und gemeinsam ausprobiert. Zentral stehen dabei Zugänge, die die Diversität von Männlichkeiten anerkennen, soziale Ein- und Ausschlussprozesse zur Sprache bringen und Raum für alternative Geschlechterentwürfe schaffen.

Geschlechterkonstruktionen im Schulalltag, oder:
Wie Schule aus Kindern Buben „macht“

Vortrag & Workshop

Do, 27. Juni 2013, 17:00 – 20:00

Ort: FH Joanneum, SR41 (Campus A, Eggenberger Allee 11, 8020 Graz)

Anmeldung: unterweger@maennerberatung.at, die Teilnahme ist kostenlos.

Um das Verhalten von Buben/Burschen im Unterricht zu verstehen, wenden wir uns der Realität im Klassenzimmer zu. Ethnographische Studien zeigen, dass Schulen von herrschenden Geschlechterverhältnissen geprägt sind und diese auch reproduzieren. In dieser Veranstaltung wird ausgelotet, welche widersprüchlichen Konsequenzen dies für Buben in der Schule hat.

Referent_innen:

Mag.(FH) Michael M. KURZMANN

Sozialarbeiter, Psychoanalytiker i.A.u.S. (APLG). Seit 2006 Mitarbeiter des Vereins für Männer- und Geschlechterthemen Steiermark – aktuelle Arbeitsbereiche: Burschenarbeit, Casemanagement in der Gewaltarbeit, Projekt „Männer und Migration“. Mitglied der GenderWerkstätte. Lehrbeauftragter am Zentrum für Soziale Kompetenz der Karl-Franzens-Universität Graz. Mitarbeiter der Familien- und Sexualberatungsstelle Courage Graz. Psychotherapie/Psychoanalyse in freier Praxis.

Mag.a Elli SCAMBOR

Soziologin, Pädagogin, Geschlechter- und Männerforscherin. Koordinatorin im Forschungsbüro des Vereins für Männer- und Geschlechterthemen Steiermark: Geschlechter-, Diversitäts- und Intersektionalitätsforschung (Themen: Caring Masculinities, geschlechterreflektierende Bildung, Segregation und Erwerbsarbeit, Gewaltprävention und Resilienz, Organisations- und intersektionale Stadtraumanalysen). Mitglied der GenderWerkstätte. Lehrbeauftragte an mehreren Universitäten in Graz und an der FH in Kärnten. Managing Diversity Expertin.

Mag. Paul SCHEIBELHOFER

Soziologe und Geschlechterforscher. Unterrichtet kritische Männlichkeitsforschung an mehreren Universitäten in Österreich und ist Forschungsassistent am Institut für Soziologie, Universität Wien. Forschung, Publikations- und Vortragstätigkeit zu den Themen geschlechterreflektierende Pädagogik, Männlichkeit und Gewalt und männerbündische Strukturen.


Eine Fortbildungsreihe des Vereins für Männer- und Geschlechterthemen Steiermark in Kooperation mit dem Land Steiermark – Abteilung 6 Bildung und Gesellschaft; Gesellschaft und Diversität; Referat Jugend, dem Steirischen Dachverband der Offenen Jugendarbeit und der FH JOANNEUM Graz Studiengang Soziale Arbeit. Gefördert durch die Gesellschaft für Politische Bildung.

Nähere Informationen:
kurzmann@maennerberatung.at

Kommentar Springer-Kremser Regenbogen-Familien



"Homosexuelle Paare und Kinder – das ist kein Widerspruch"

Dass Aufwachsen mit gleichgeschlechtlichen Eltern zu Identitätsstörungen bei Kindern führt, gehört ins Reich der Mythologie.
Kommentar von Univ. Prof.in Dr.in Marianne Springer-Kremser,
"Die Presse", Print-Ausgabe, 12.06.2013


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Sonntag, 17. März 2013

Gender Talk-Vortrag kritische Burschenarbeit, depot


Vortrag Michael M. Kurzmann

Das Gezeigte im Verborgenen. Überlegungen aus der Praxis kritischer Burschenarbeit angesichts Politiken der Sichtbarkeit 

Auf Einladung von White Ribbon: http://www.whiteribbon.at/

Nicht selten ziehen Burschen_ zu Beginn eines Workshops von sich aus die Vorhänge des Raumes zu. Sie erzeugen einen verdunkelten, geschützten Ort. Ein Widerspruch zum gesellschaftlichen bzw. westlichen Imperativ der Sichtbarkeit? Dieser zeigt sich am Beispiel der „enthüllten Muslima“ oder des geouteten Homosexuellen. Junge Männer_ präsentieren nicht nur ihre Körper in Sozialen Netzwerken (Posing, Sexting), sie werden auch aufgefordert, sich zu öffnen, ihre Gefühle zu zeigen und als neue Männer in Erscheinung zu treten. Der Vortrag konzipiert Burschen_arbeit als möglichen Ort, der unscharf Begrenztes, Ambivalenz und Vielschichtigkeit erlaubt. Ein Ort, an dem junge Männer_ solidarisch-kritisch in ihrer Auseinandersetzung mit gestellten (geschlechtlichen) Anforderungen begleitet werden. Anhand von Männlichkeits-Bildern, die im Zuge einer assoziativen Methode entstanden, stellt der Vortrag Lesarten einer queer und intersektional erweiterten Burschen_arbeit vor.

Datum: 
Mittwoch, 27. März, 2013 - 19:00

Veranstaltungsort: 
depot, Breitegasse 3, 1070 Wien

Sonntag, 27. Januar 2013

Intersektionale Gewaltprävention



Intersektionale gewaltpräventive Arbeit mit Burschen

Die Lebenswelten junger Menschen sind vielfältig und komplex. Der Wunsch nach sozialer Anerkennung, Erfahrungen der Diskriminierung sowie die Zugehörigkeit zu unterschiedlichen sozialen Gruppen prägen die soziale Wirklichkeit Jugendlicher. Eindimensionale Methoden und Konzepte sind nicht geeignet, diese Lebenswelten zu begreifen.

Intersektionelle Zugänge der Gewaltpräventionsarbeit setzen sich mit multiplen Zugehörigkeiten (bspw. Gender, Migration, Milieu) auseinander, mit dem Ziel, komplexe jugendliche Lebenswelten besser erfassen und ihnen adäquater begegnen zu können.

Der Workshop umfasst theoretische und praktische Module, die den TeilnehmerInnen die Möglichkeit bieten, Erfahrungen, Kompetenzen, Wissen und Fertigkeiten im Bereich der gewaltpräventiven Arbeit mit Burschen zu erlangen und auszutauschen. Dabei werden Zugänge und Methoden der Analyse sozialer Ungleichheiten auf der Ebene von Organisationen und auf der Ebene von Interaktions- und Handlungssituationen besprochen. Prozesse der Selbstreflexion werden als wesentliche Grundlage in den Bereichen Bildung, Sozialarbeit und Gewaltprävention betrachtet.

Zielgruppe: Personen, die im Bereich der geschlechterheterogenen und -homogenen Arbeit mit Burschen tätig und an gewaltpräventiver Arbeit mit Burschen interessiert sind, insbesondere an Antidiskriminierung und sozialer Gerechtigkeit (Jugendarbeiter_innen in der institutionellen und offenen Jugendarbeit, Lehrer_innen, Schulsozialarbeiter_innen, Burschenarbeiter_innen). Interessierte Personen, die (aktuell) in der Arbeit mit Jugendlichen tätig sind und sich persönlich zu Gewaltprävention und Antidiskriminierung in Bezug auf die Vielfalt menschlicher Charakteristika (Alter, Hautfarbe, Ethnizität, sexuelle Orientierung, Religion, mentale und physische Fähigkeiten etc.) bekennen.

Zweitägiger Workshop
16. und 17. Mai 2013, Ort: FH JOANNEUM Graz
Referent_innen: Mag.a Elli Scambor und Mag.(FH) Michael M. Kurzmann

Kontakt: elli.scambor@gmx.net 
Verein für Männer- und Geschlechterthemen Steiermark
 
Gefördert von Österreichischer Gesellschaft für politische Bildung
In Kooperation mit FH JOANNEUM Soziale Arbeit und GenderWerkstätte

Literatur

Busche, Mart/Scambor, Elli/Stuve, Olaf (2012). An Intersectional Perspective in Social Work and Education. ERIS web journal, 1/2012, p. 2-14. http://periodika.osu.cz/eris/4_31_articles-2012-1.html
 
Stuve, O./Scambor, E./Fischer, M./Hrženjak, M./Humer, Z./Wittamer, M./Künstler, S./Busche, M./Scambor, Ch./Kurzmann, M.M./Frenzel, J./Wojnicka, K./Cosso, A.R.(2011). Handbuch Intersektionale Gewaltprävention - Leitlinien zur Umsetzung einer Intersektionalen Gewaltprävention (IGIV). http://www.intersect-violence.eu/images/stories/handbook/german/handbuch_intersektionalitaet.pdf

Scambor, Elli / Busche, Mart (2011). Intersektionalität - ein Konzept zur Analyse multipler Formen der Unterdrückung. In: Über Bewegliches und Brüchiges im Gender Diskurs. GenderWerkstätte Jubiläumsbroschüre. S. 25 - 27. http://www.genderwerkstaette.at/index.php?option=com_docman&Itemid=89

Mittwoch, 31. Oktober 2012

Heteronormativität als diskriminierendes Ordnungssystem

25.01.2013: Heteronormativität als diskriminierendes Ordnungssystem – Kritik und Impulse für die Bildungs- und Sozialarbeit

Heteronormativität – „Von Jungen werden männliche Rollenverhalten und das Interesse an Mädchen erwartet und umgekehrt" – diese selbstverständliche, scheinbar natürliche Zueinandersetzung von biologischem Geschlecht, Gender und heterosexuellem Begehren normiert auch unsere Vorstellungen von „Familie", „Krankheit", „Schönheit" und strukturiert ökonomische Verhältnisse sowie den Zugang zu Ressourcen. Neben dem Kennenlernen des Konzeptes werden im Workshop heteronormativitätskritische Handlungsalternativen für die Bildungs- und Sozialarbeit angedacht und gemeinsam reflektiert.

Leitung:

DSAin Jette Musger MA und Mag.(FH) Michael M. Kurzmann

Termin und Kosten:

FR 25.01.2013, 13.00- 17.00 Uhr, Ort: Graz; Kosten: 80,- Euro

zum Anmelde-Formular 

Gedanken zur pandemischen Gesellschaft, Teil 3. Hat die COVID-Impfung in der Steiermark ein Geschlecht?

Hat die COVID-Impfung in der Steiermark ein Geschlecht? Die aktuellen Zahlen des Landes Steiermark zu den Impfungen im Bundesland differenzi...