Sonntag, 27. Januar 2013

Intersektionale Gewaltprävention



Intersektionale gewaltpräventive Arbeit mit Burschen

Die Lebenswelten junger Menschen sind vielfältig und komplex. Der Wunsch nach sozialer Anerkennung, Erfahrungen der Diskriminierung sowie die Zugehörigkeit zu unterschiedlichen sozialen Gruppen prägen die soziale Wirklichkeit Jugendlicher. Eindimensionale Methoden und Konzepte sind nicht geeignet, diese Lebenswelten zu begreifen.

Intersektionelle Zugänge der Gewaltpräventionsarbeit setzen sich mit multiplen Zugehörigkeiten (bspw. Gender, Migration, Milieu) auseinander, mit dem Ziel, komplexe jugendliche Lebenswelten besser erfassen und ihnen adäquater begegnen zu können.

Der Workshop umfasst theoretische und praktische Module, die den TeilnehmerInnen die Möglichkeit bieten, Erfahrungen, Kompetenzen, Wissen und Fertigkeiten im Bereich der gewaltpräventiven Arbeit mit Burschen zu erlangen und auszutauschen. Dabei werden Zugänge und Methoden der Analyse sozialer Ungleichheiten auf der Ebene von Organisationen und auf der Ebene von Interaktions- und Handlungssituationen besprochen. Prozesse der Selbstreflexion werden als wesentliche Grundlage in den Bereichen Bildung, Sozialarbeit und Gewaltprävention betrachtet.

Zielgruppe: Personen, die im Bereich der geschlechterheterogenen und -homogenen Arbeit mit Burschen tätig und an gewaltpräventiver Arbeit mit Burschen interessiert sind, insbesondere an Antidiskriminierung und sozialer Gerechtigkeit (Jugendarbeiter_innen in der institutionellen und offenen Jugendarbeit, Lehrer_innen, Schulsozialarbeiter_innen, Burschenarbeiter_innen). Interessierte Personen, die (aktuell) in der Arbeit mit Jugendlichen tätig sind und sich persönlich zu Gewaltprävention und Antidiskriminierung in Bezug auf die Vielfalt menschlicher Charakteristika (Alter, Hautfarbe, Ethnizität, sexuelle Orientierung, Religion, mentale und physische Fähigkeiten etc.) bekennen.

Zweitägiger Workshop
16. und 17. Mai 2013, Ort: FH JOANNEUM Graz
Referent_innen: Mag.a Elli Scambor und Mag.(FH) Michael M. Kurzmann

Kontakt: elli.scambor@gmx.net 
Verein für Männer- und Geschlechterthemen Steiermark
 
Gefördert von Österreichischer Gesellschaft für politische Bildung
In Kooperation mit FH JOANNEUM Soziale Arbeit und GenderWerkstätte

Literatur

Busche, Mart/Scambor, Elli/Stuve, Olaf (2012). An Intersectional Perspective in Social Work and Education. ERIS web journal, 1/2012, p. 2-14. http://periodika.osu.cz/eris/4_31_articles-2012-1.html
 
Stuve, O./Scambor, E./Fischer, M./Hrženjak, M./Humer, Z./Wittamer, M./Künstler, S./Busche, M./Scambor, Ch./Kurzmann, M.M./Frenzel, J./Wojnicka, K./Cosso, A.R.(2011). Handbuch Intersektionale Gewaltprävention - Leitlinien zur Umsetzung einer Intersektionalen Gewaltprävention (IGIV). http://www.intersect-violence.eu/images/stories/handbook/german/handbuch_intersektionalitaet.pdf

Scambor, Elli / Busche, Mart (2011). Intersektionalität - ein Konzept zur Analyse multipler Formen der Unterdrückung. In: Über Bewegliches und Brüchiges im Gender Diskurs. GenderWerkstätte Jubiläumsbroschüre. S. 25 - 27. http://www.genderwerkstaette.at/index.php?option=com_docman&Itemid=89

Mittwoch, 31. Oktober 2012

Heteronormativität als diskriminierendes Ordnungssystem

25.01.2013: Heteronormativität als diskriminierendes Ordnungssystem – Kritik und Impulse für die Bildungs- und Sozialarbeit

Heteronormativität – „Von Jungen werden männliche Rollenverhalten und das Interesse an Mädchen erwartet und umgekehrt" – diese selbstverständliche, scheinbar natürliche Zueinandersetzung von biologischem Geschlecht, Gender und heterosexuellem Begehren normiert auch unsere Vorstellungen von „Familie", „Krankheit", „Schönheit" und strukturiert ökonomische Verhältnisse sowie den Zugang zu Ressourcen. Neben dem Kennenlernen des Konzeptes werden im Workshop heteronormativitätskritische Handlungsalternativen für die Bildungs- und Sozialarbeit angedacht und gemeinsam reflektiert.

Leitung:

DSAin Jette Musger MA und Mag.(FH) Michael M. Kurzmann

Termin und Kosten:

FR 25.01.2013, 13.00- 17.00 Uhr, Ort: Graz; Kosten: 80,- Euro

zum Anmelde-Formular 

Freitag, 29. Juni 2012

43. Integratives Seminar für Psychotherapie

43. Integratives Seminar für Psychotherapie in Bad Gleichenberg (21.-26.10.2012)

Teilnahme am Podium: "Identität - zentrales und strittiges Thema in der Psychotherapie" Moderation: Christian Eigner
Mit: Angela Kozlik-Brida, Eva Kriechbaum-Tritthart, Michael M. Kurzmann, Walter Pieringer
http://www.seminargleichenberg.at/

Montag, 21. Mai 2012

Plädoyer für die Psychoanalyse

Uli Krug: Ein Plädoyer für die Psychoanalyse

"Die dritte Kränkung. Wie der Widerwille gegen die Psychoanalyse das Denken zerstört."

http://jungle-world.com/artikel/2012/20/45480.html

Dienstag, 1. Mai 2012

unconscious not presocial

"...the unconscious is not presocial, but a certain mode in which the unspeakably social endures" (Butler et al. 2000)

Gedanken zur pandemischen Gesellschaft, Teil 3. Hat die COVID-Impfung in der Steiermark ein Geschlecht?

Hat die COVID-Impfung in der Steiermark ein Geschlecht? Die aktuellen Zahlen des Landes Steiermark zu den Impfungen im Bundesland differenzi...